© Copyright - Ernst Göppinger - Neukloster - 2018 Grafik: Peter Kaste / Ernst Göppinger /2/ Ned Herrmann: Kreativität und Kompetenz - Das einmalige Gehirn; Fulda 1991
Kommunikation 1. Warum dieses Buch? 1.1 Systeme 1.1.1 Geschlossene Systeme 1.1.2 Offene Systeme Mensch 2. Körpersprache 2.1 Körpersprache und Pferde 2.1.1 Einführung 2.1.2 Überblick 2.1.3 Hintergrund 2.2 Körpersprache sprechen 2.2.1 Darstellung der Emotionen 2.2 Gesetze des des Raumes 2.2.3 Körperschwerpunkte 3. Denken und Verhalten 3.1 Eine Geschichte lernen 3.2 Grundprinzipien des Lernens 3.3 Gehirn - Verhalten - Lernen 3.3.1 Einführung 3.3.2 Gehirn 3.3.3 Verhalten 3.3.4 Lernen Pferd 4. Mit Pferden arbeiten 4.2 Grundsätzliches 5. Freund sein Buch Arbeitsblätter Impressum Datenschutz Wir über uns Tagebuch Ihre Meinung 3.3.1 Einführung
Wenn Sie obige Grafik vergrößern, sehen Sie eine von mir vorgenommene Zuordnung von Denken und Verhalten, welches für Reiter von Interesse ist. Das Diagram zeigt meine Bevorzugung. D.h., jeder von uns hat seine eigene ganz persönliche Ausprägung, welche uns zu dem macht wer wir sind.
Wie auf dem Bild links zu sehen ist, ist unser Gehirn in verschiedene Bereiche aufgeteilt, welche unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. Neben dem Erfassen der Sinnesorgane (wie Hören, Sehen, Fühlen usw.), gibt es auch Bereiche, welche für die Steuerung, z.B. meiner Hände beim Schreiben dieser Zeilen, zuständig sind. Dringt man tiefer ein, zeigt sich, dass alle Menschen die gleiche Struktur haben. Die Eindrücke der Sinnesorgane gelangen zuerst ins Zwischenhirn. Dort werden sie bewertet und mit dem entsprechendem Ergebnis an das Großhirn weitergeleitet. Treffen Sie da auf bereits bekannte, verknüpfte Informationen, dann werden diese an das Zwischenhirn zurückgegeben. Das wiederum entscheidet dann über unser Verhalten. D.h., wir sehen eins unserer Pferde (-> Zwischenhirn), freuen uns (Zwischenhirn -> Großhirn), erinnern uns, dass gestern ein guter Tag mit ihm war (Großhirn -> Zwischenhirn) und zeigen ihm dies über unsere Körpersprache (Zwischenhirn -> Verhalten). In das Kleinhirn müssen alle Informationen rein, die wir ohne nachzudenken abrufen wollen. Hier heißt es üben, üben,üben.... . Um das Stammhirn brauchen wir uns nicht zu kümmern, das kümmert sich nämlich um uns. Z.B. damit uns nicht irgendwann die Luft weg bleibt. Übrigens: Bei unseren Pferden läuft das Lernen und Verhalten genauso ab. Auch sie haben ein Groß-, Klein-, Zwischen- und Stammhirn.Mitte der 70ger Jahre hat der Amerikaner Ned Hermann aus den Erkenntnissen der Hirnforschung ein Modell entwickelt, in dem er aufzeigt, welche Formen des Denkens- und Verhalten aus welchen Hirnbereichen (Groß-, Zwischen, Rechts, Links) abgeleitet werden können. Er hat zudem aufgezeigt, dass der jeweilige Einfluss der Hirnteile bei jedem Menschen anders ist, was somit unsere Einzigartigkeit ausmacht. (näheres siehe /2/)
•	Bevorzugt eine Reitweise •	Verharrt gerne im Führungsmodus •	Eins nach dem Anderen ist ihm wichtig •	Trainiert für Turniere •	Bevorzugt klare, eindeutige Begriffe •	Interessiert sich für viele Reitweisen •	Lernen ist ihm wichtig, Trainieren weniger •	Probiert verschiedene Dinge aus •	Beschäftigt sich mit Hintergründen/Zusammenhänge •	Schwärmt heute von jener  und morgen von einer anderen Reitweise •	Trainieren fällt im schwer •	Üben ist ein Fremdwort •	Findet es toll mit dem Pferd was zu unternehmen •	Möchte nur mit seinen Pferden zusammensein •	Möchte gleich seines Pferdes Freund sein •	Versteht sich mit seinen Pferden auf der Gefühlsebene •	Trainiert für Reiterspiele •	Glaubt, dass die Natur schon alles regelt A Denkt in Fakten D Denkt in Bildern B Denkt in Begriffen C Denkt in Gefühlen Zwischenhirn Stammhirn Kleinhirn Großhirn Kommunikation - Mensch - Pferd
Gehirn - Verhalten - Lernen