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3. Zügelhaltung

Ich bevorzuge die Zügel so zu halten, dass die Zügel vom Gebiss durch meine ganze Hand gehen und nicht zwischen Ring- und Kleinfinger. Das hat den Grund, dass ich damit dem Pferd durch das komplette Schließen meiner Hand signalisieren kann, das ich es ernst meine. Solange das Pferd willig läuft ist meine Hand relativ weit offen. Im Rahmen der Hilfengebung schließe ich meine Finger vom Zeigefinger an abwärts nur soweit, wie es das Pferd braucht um richtig zu reagieren.

4. Gebisse

Leider ist bei uns die Wassertrense weit verbreitet. Ich bedauere das deshalb, weil sie nicht dafür gedacht ist Pferde wirklich anzuhalten. Dass es dennoch oft gelingt, spricht eher für die Pferde, die irgendwann verstehen worum es geht. So kompliziert wie es oft gemacht wird ist es eigentlich nicht. Wenn man die richtige Reihenfolgen einhält, kommt man mit etwas Zeit und Geduld zu einem Pferd, dass man auf Stange reiten kann, weil es gelernt hat im Genick nachzugeben. a) Ich beginne immer am Boden mit den Pferden zu arbeiten. Während des Longierens  zupfe ich am Strick, damit das Pferd lernt den Zirkel zu verkleinern. Durch meine Körpersprache bringe ich es dazu den Zirkel wieder zu vergrößern. Wenn ich es soweit habe, dass ich es zu mir holen und wieder wegschicken kann, beginne ich mit dem Reiten. b) Anfänglich reite ich gebisslos in einer sicheren Umzäunung. Durch direkte Zügeleinwirkung weiß das Pferd, dass es den Zirkel verkleinern soll. c) Das gleiche mache ich dann mit der Wassertrense. Hierbei benutze ich einen Kinnriemen, der dafür sorgt, dass der Druck von außen kommt und die Trense nicht durchs Maul gleitet. d) Hat das Pferd verstanden dem direkten Zügel zu folgen ticke ich abwechselnd rechts/links auf die Wassertrense. Dadurch lernt das Pferd mit dem Kopf runterzukommen und sich zu entspannen. e) Anschließend verwende ich eine Wassertrense mit Anzügen (Snaffle Bit with Shanks). Die Zügle schnalle ich in die unteren Ringe ein und hole mir Stück für Stück die Stellung der Pferdenase mittels des indirekten Zügels (Zügelhände wandern von weit vorne zu mir). Sollte das Pferd unruhig werden, kann ich die Zügel zwischenzeitlich direkt ans Mundstück schnallen. (Mit mechanischen Schließern geht das ganz schnell) f) Hat das Pferd gelernt im Genick nachzugeben, kann ich zur festen Stange übergehen. Durch das Nachgeben im Genick geht die ganze Energie des Anhaltens dahin wohin sie soll, -> in die Hinterbeine g) Somit kann ich am losen Zügel reiten und mein Pferd reagiert bei Zügeldruck mit Nachgeben im Genick.  
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