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Haben Sie Englisch Reiten gelernt?

Dann geht es Ihnen vielleicht so wie mir. Als ich unser zweites, damals junges Pferd bekam (s. Mandy auf den Videos zur Körpersprache) stand ich schnell am Anschlag und mein Umfeld auch. Über einige Zwischenschritte bin ich dann ans Westernreiten gekommen. Ich wäre fast Funktionär geworden, da ich mich eine Zeit lang dafür eingesetzt habe, dass das Westernreiten innerhalb des Reit- und Fahrverbandes in der Form Beachtung findet, dass beide Reitweisen voneinander lernen können. Mein Funktionärsdasein ist übrigens an Westernreitern gescheitert und nicht an dem Zuspruch den ich von den Englisch Reitern hatte (auch den der Funktionären des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes). Aus dem Grund möchte ich im Folgenden auf einiges eingehen, was mir vom Westernreiten geholfen hat, ohne dass Sie deswegen Ihre Reitweise aufgeben müssen.

1. Longieren

Die meisten kennen Longieren aus ihrer Anfangszeit. Wenn sie mit ihrem eingenen Pferd longieren, vergessen sie oft, dass das damalige Pferd schon entsprechend ausgebildet war und keine Umzäunung brauchte. Ich bevorzuge deshalb eine Umzäunung (z.B. ein paar Weidestangen mit Bauband) mit einem Durchmesser von ca. 12 - 13 m. Dieser ist kleiner als beim Westernreiten üblich und entspricht eher einer Zirkusmanege. Sollten Sie Ihr Pferd mittels eines Führseils vorwärts treiben wollen, achten Sie bitte darauf, dass das schwingende Ende auf der Seite der Hand raus kommt, wo sich der kleine Finger befindet. Nur so haben Sie auch die richtige Körpersprache, damit Ihr Pferd versteht, dass es weichen soll. 

2. Aufsteigen

Ebenso aus der Anfangszeit kennt man das Aufsteigen in der Form, dass man mit dem Gesicht entgegen der Pferderichtung steht und mit Schwung aufsteigt. Immer wieder beobachte ich dabei, dass die Pferde loslaufen. Damit haben Sie Ihre Autorität von Anfang an verloren! Übrigens: Dass die Pferde loslaufen liegt oft daran, dass Reiter sich zu Beginn des Aufsteigens hinten am Satteln festhalten. Damit bringen sie ihr Pferd aus dem Gleichgewicht und es ist gezwungen einen Ausgleichschritt zu machen. Ich bevorzuge neben dem Pferd zu stehen und mit dem Gesicht in die gleiche Richtung zu schauen wie das Pferd. Natürlich habe ich dem Pferd vorher im Rahmen der Bodenarbeit beigebracht ruhig stehen zu bleiben. Nachdem sich mein linker Fuß im Steigbügel befindet fasst meine rechte Hand die vordere Sattelkammer und meine Linke die Mähne. Sollte das Pferd dennoch Bestrebungen haben loszulaufen, fasse ich den linken Zügel so kurz, dass es gezwungen ist im Kreis zu laufen. Somit kann ich im rechten Fuß hochgehen aber stehen bleiben und erst endgültig aufsteigen, wenn es eingesehen hat, dass ruhiges Stehenbleiben doch die bessere Lösung ist.
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