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Ausprägung der Formen des Denken und Verhaltens

Jeder von uns nutzt sein Gehirn individuell. Deshalb ist auch die Art und Weise, welche Form des Lernens wir bevorzugen bei jedem anders. Es gibt kein richtig oder falsch, es gibt nur persönliche Präferenzen. Wenn Sie die Grafik vergrößern, sehen Sie eine von mir vorgenommene Zuordnung von Lernformen, welche für Reiter von Interesse sind. Das Diagramm zeigt meine Bevorzugung. Evtl. finden Sie Aussagen welche auf Sie zutreffen. Eigentlich ist es Aufgabe des Lehrenden auf die jeweiligen Lernstärken der Schüler einzugehen. Nicht jeder, der Reiten lernen möchte bzw. sich weiterbilden will, hat das Glück hat auf jemanden zu treffen, der dies berücksichtigt. Deshalb möchte ich Ihnen Wege aufzeigen, die Sie selbst in die Lage versetzen auf den Lernprozess in Ihrem Sinne Einfluss zu nehmen.

Lernt rational - organisiert

Diese Form des Lernens entspricht dem weithin verbreiteten Vorgehen vielen (Reit-)Schulen. Es ist darauf ausgerichtet, das Wissen das jemand braucht um später selbständig eine Aufgabe wahrzunehmen, zu strukturieren und Schritt für Schritt zu vermitteln. Bezüglich des Reitunterrichtes bedeutet dies, dass jemand vorgibt was wie zu machen ist, um dann jeden zu korrigieren wenn er es nicht richtig umsetzt. Hierbei ist der Fokus primär auf die motorischen Fähigkeiten ausgerichtet. D.h., man kennt irgendwann die entsprechende Hilfe und kann sie motorisch umsetzen. Hierbei kommt es häufig zu der Situation, das das “Warum” nicht richtig rüberkommt. Das liegt daran, dass Erklärungen, die während des Reitens abgegeben werden, wegen der motorischen Beanspruchung des Kleinhirns “verpuffen”. Hier bietet es sich an, die Reitschüler zu sich zu holen, die Erklärung abzugeben, diese in eigenen Worten wiedergeben zu lassen.

Lernt experimentell - emotional

In anderen Sportarten ist es schon längst üblich, dass man Vorgänge, die man motorisch lernen möchte, vorher in Gedanken durchspielt. Menschen, die bevorzugt experimentell / emotional lernen, sind hierfür eher offen. Denn hierbei handelt es sich um die Fähigkeit des bildhaften Vorstellens. Wenn ich diesen z.B. vermittle, dass sie die Zügel so halten müssen, als hätten sie zwei kleine Vögelchen in den Händen, die sie weder zerdrücken noch davonfliegen lassen dürfen, dann können die mehr damit anfangen als wenn ich von einer halben Parade rede. Unser Gehirn ist sehr empfänglich für Bildhaftes Lernen. In den folgenden Seiten finden Sie ein Beispiel, anhand dessen Sie sehen, wie schnell und einfach es sein kann sich etwas anfänglich unverständliches zu merken.
Grafik: Ernst Göppinger
Formen des Lernens
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