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Übrigens: Mein “Leckerli” zwischendurch ist mein Solarplexus. Immer wenn ein Pferd seine Sache gut gemacht hat, öffnet er sich kurz.

Leckerlies und seine Folgen.

Geben Sie in Ihrer Internetsuche mal “Leckerlies” ein. Ein riesen Geschäft. Verwenden Sie auch Leckerlies während Ihrer Arbeit mit Pferden? Beobachten Sie mal eine Pferdeherde, wenn z.B. ein neuer Heuballen auf die Koppel gebracht wird. Wer bedient sich zuerst? Natürlich der Chef / die Chefin. Das hat seinen guten Grund. Zur Schutz aller brauchen sie die meiste Energie. Erst wenn sie satt sind, können die anderen auch fressen. Was machen Sie? Sie geben ständig Ihr Fressen ab und erklären somit Ihr Pferd zum Chef. Gleichzeitig verlangen Sie von ihm, dass es Ihren Anweisungen folge leisten soll. Ein Indianer würde sagen, Sie sprechen mit gespaltener Zunge. Ich weiß, der Erfolg einer Übung stellt sich schneller ein, wenn man ständig Leckerlies präsentiert. Im Gehirn wir das Belohnungssystem aktiviert und das Pferd setzt das Geforderte rasch um. Nur, hierbei handelt es sich um ein automatisierte Tun ohne jeden Verstand und Ausstrahlung. Übrigens, kennen Sie Iwan Petrowisch Pawlow? Er hat schon 1929 nachgewiesen, dass wenn man einem Hund was zu fressen gibt und dabei ein Glöckchen ertönen lässt, es nicht lange dauert, bis das Glöckchen alleine ausreicht um bei einem Hund den Speichelfluss und die Produktion von Magensaft anzuregen. D.h., dass Sie mit Ihrer Leckerli-Bereitschaft bei Ihrem Pferd ein Hungergefühl erzeugen, das ständig gesättigt werden muss. Statt wirklich zu lernen befinden Sie sich in einer Endlosschleife, die nur mechanisches Tun hervorbringt. Bei mir gibt es Leckerlies nach der Arbeit (wenn der Chef [Ich] satt und zufrieden ist). Dann erfüllen sie ihren Zweck: “Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft”.
Leckeres
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